Vorbei sind die Zeiten, in denen Schulabgängerinnen und Schulabgänger oft vergeblich um einen Ausbildungsplatz in den Betrieben nachfragten. Inzwischen suchen umgekehrt ausbildungsbereite Betriebe oft ohne Erfolg junge Frauen und Männer für die duale Berufsausbildung. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande 467.100 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen: Ein kleines Plus gegenüber dem Vorjahr; ein großes Minus gegenüber 2019. 

Im Jahr 2019 verzeichnete das Statistische Bundesamt (Destatis) 513.300 noch neue Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung. Doch im Pandemie-Jahr 2020 wurde mit 465.700 Ausbildungsverträgen „ein historischer Tiefstand“ erreicht. Umso erfreulicher ist der leichte Anstieg im Jahr 2021 um 0,3 Prozent auf jetzt 467.100 Personen, die neu in die berufliche Ausbildung gekommen sind.

Die Nase vorn bei der Zahl der neuen Ausbildungsverträge haben die Bundesländer im Osten: Mit einem Plus von 6,4 Prozent bei den neuen Ausbildungsverträgen wartet Mecklenburg-Vorpommern auf, Sachsen-Anhalt freut sich über plus 2,5 Prozent, Sachsen über 2,1 Prozent und Thüringen über 2 Prozent.

Im Westen vermeldet einzig Nordrhein-Westfalen mit 2,7 Prozent einen Zuwachs bei den neuen Ausbildungsverträgen. Deutliche Rückgänge gab es dagegen in Schleswig-Holstein (- 2,9 %), Baden-Württemberg (- 2,1 %) und Bayern (- 1,9 %).

Trotz des minimalen Plus bei den Azubis und Azubinen im ersten Ausbildungsjahr nahm die Gesamtzahl der Auszubildenden im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent ab. Diese Rückläufigkeit erklären die Statistiker mit den geringeren Neuabschlüssen der vergangenen Jahre wie auch durch Abgänge, beispielsweise durch erfolgreiche Beendigung der Ausbildung oder durch Auflösung des Ausbildungsvertrages.

Von den Rückgängen sind beinahe alle Ausbildungsbereiche betroffen. Ausnahmen bilden die Landwirtschaft (+2,3 %) und die Freien Berufen (+0,7%). Insgesamt lag die Zahl aller Auszubildenden zum 31. Dezember 2021 bei 1.258.300 Personen.

 

 

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