Überraschung

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Ob im Kino, im Supermarkt, beim Shopping in der Stadt oder am Wochenende in der Kneipe: Deinem Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden kannst Du quasi überall plötzlich und unerwartet begegnen. Voll peinlich? Muss nicht sein, wenn Du das Zufallstreffen mit Charme und Manieren meisterst.

Zufallstreffen – und dann?

Bei einem Zufallstreffen ist es nicht egal, ob Du allein oder mit anderen Personen unterwegs bist. Bist Du allein und begegnest einer Person aus Deinem beruflichen Umfeld, ist alles ganz einfach: Du grüßt freundlich und wartest kurz ab, ob der andere zu einem Small Talk aufgelegt ist. Falls ja, lässt Du Dich einen Moment darauf ein, bevor Du Dich wieder nett verabschiedest.

Kreuzen sich aber zufällig Dein Weg und der eines Menschen aus Deiner Berufswelt miteinander, während Du mit einer Freundin oder einem Freund oder den Eltern unterwegs bist, gehört es zum guten Benehmen, Deine Begleitung kurz vorzustellen. Dies gilt vor allem, wenn sich das zufällige Zusammenkommen bei einer öffentlich-formellen Veranstaltung ereignet.

Treffen im Kino

Triffst Du zum Beispiel im Kino-Foyer Deinen Chef und er nickt Dir nicht nur freundlich zu, sondern bleibt stehen, dann solltest Du ihm Deine Begleitperson kurz vorstellen.

Grüße Deinen Chef einfach mit einem “Guten Abend, Herr Magfeld” und ergänze, “das ist mein Freund Lukas”. Zu Deinem Freund gewandt sagst Du dann, “das ist mein Vorgesetzter Herr Magfeld”.

Diese Situation kann eins zu eins auf das unerwartete Treffen mit Kunden oder älteren Kollegen übertragen werden.

Beim Einkaufen

Kommt es in einer ungezwungen-lockeren Umgebung zu einer Zusammenkunft von Privat und Geschäftsleben, ist das Vorstellen der Begleiter kein Muss: Triffst Du zum Beispiel einen Kollegen, Kunden oder den Chef in der Fußgängerzone, im Supermarkt oder in einem Wellness-Bad ist ein Vorstellen Dritter nicht zwingend notwendig. Ein kurzer, freundlicher Gruß zur Begrüßung reicht da meist aus.

Anders sieht es aus, wenn Dein Kollege stehen bleibt und ihr kurz miteinander sprecht. Dann solltest Du, wie oben erwähnt, auch Deine Begleitperson kurz vorstellen.

Sehen, aber nicht hinschauen

Solltest du übrigens zufällig zwei Personen aus Deiner Firma irgendwo Händchen haltend treffen, die zwar beide verheiratet sind, aber nicht miteinander – guck Löcher in die Luft und ignorier die beiden. Vor allem: Behalte Dein Wissen um dieses intime Geheimnis für Dich. Klatsch und Gossip über Kolleginnen und Kollegen hat im (Social) Web und in der Mittagspause nichts verloren!
Kurz gefasst: Triffst Du unerwartet Deinen Vorgesetzten, Kunden oder Kollegen, mach es von der Situation abhängig, ob Du die eigene Begleitung vorstellst oder freundlich grüßend weitergehst. Je formeller die Umgebung ist, in der es zu einem Zusammentreffen kommt, umso eher bietet sich das Vorstellen der Begleitperson an.

Info


Wenn mal ‘was schief geht – Praxistipp peinliche Situationen:
Manchmal erscheint ein (eigenes) Missgeschick wie ein Weltuntergang und wir würden am liebsten im Boden versinken. Wichtig ist dann: Gelassenheit bewahren, um die Lage souverän zu meistern.

Um heikle Situationen zu entschärfen und einen guten Eindruck zu hinterlassen, gibt es verschiedenen Wege:

  • Tu so, als wäre nichts gewesen: Dein Missgeschick hat kein Aufsehen erregt und keine Folgen? Dann tu am besten so, als ob nichts passiert wäre. Denn so ziehst Du am wenigsten Aufmerksamkeit auf Dich und Dein Missgeschick.
  • Nimm es mit Humor: Du bist nicht sicher, ob andere Dein Missgeschick bemerkt haben? Mach einen Witz daraus und verwandeln den peinlichen Moment in einen Lacher. So ist die Situation gerettet.
  • Entschuldige Dich: Du hast eine unpassende Bemerkung fallen lassen? Dann entschuldige Dich höflich. Am besten sofort und versuch anschließend das Thema zu wechseln.
  • Komm  für die Kosten eines Schaden auf: Dir ist ein Glas herunter gefallen und zerbrochen? Die Kleidung Deines Gesprächspartners wurde verschmutzt? Ein Witz wäre jetzt unangebracht. Nimm die Person oder den Gastgeber beiseite und bitten vielmals um Entschuldigung. Biete an, für die Reinigung aufzukommen und die zerstörten Gegenstände zu ersetzen.
  • Entferne Dich: Manchmal kann man einer peinlichen Situation nur noch auf diesem Weg entkommen: Verlass den Raum und sammeln Dich erstmal. Hierdurch verhinderst Du, dass die Situation noch misslicher wird.