Etikette - gutes Benehmen ist auch Job-Sache

Das Substantiv Etikette kommt aus dem Französischen étiquette. Im Herkunftswörterbuch des Duden heißt es dazu, Etikett oder Etikette sind "Zettel mit Aufschrift". Im übertragenen Sinne ist unter Etikette die (Hof-)Sitte, die Gesamtheit der festgelegten gesellschaftlichen Umgangsformen zu verstehen. Laut Duden ergab sich die übertragene Bedeutung des französischen Wortes "aus der Tatsache, dass das Zeremoniell der bei Hof geübten, gesellschaftlichen Formen auf einem 'Zettel' genau festgelegt und beschrieben war".

Benimm ist in...

Benimm ist "in"

Junge Frauen und Männer, die mit fachlichem Knowhow und gutem Benehmen punkten können, haben bei Kunden, Vorgesetzten und Kollegen die Nase vorn. Und gute Manieren sind quasi das Schmiermittel im Umgang mit anderen Personen. Das gilt nicht für den Einstieg ins Berufsleben, sondern generell in der Berufswelt wie auch im Privaten.

Denn: Wer die Etikette kennt, sich bei unterschiedlichsten Anlässen passend zu benehmen weiß und den richtigen Ton trifft, ist überall gern gesehen.

Etikette: Kleiner gemeinsamer Nenner mit anderen

Vorbei sind die Zeiten, in denen gutes Benehmen mit angepasstem Verhalten gleichgesetzt wurde. Das mögen einige wenige Personen bedauern. Doch unstrittig ist: Gute Umgangsformen erleichtern das Zusammenleben. Sind sie doch ein kleiner gemeinsamer Nenner. Unabhängig davon, aus welcher Gruppe oder Schicht die einzelnen kommen, solange sie ein- und demselben Kulturkreis in einem Land angehören. Bestehen Geschäftskontakte zu anderen Kulturkreisen, empfiehlt es sich, die interkulturelle Brille auszupacken.

Gute Umgangsformen sind Kultursache

Die Basis für den so genannten Benimm sind gute Umgangsformen: Sie regeln das menschliche Miteinander. Hinter dem Begriff "gute Umgangsformen" verbirgt sich ein dickes Bündel an gesellschaftlich üblichen Selbstverständlichkeiten, den Etiketten eben:

  • Höflichkeit gegenüber anderen
  • Pünktlichkeit
  • Respekt
  • Anerkennung Dritter

Genauso ist Fairness ein wichtiger Bestandteil der guten Umgangsformen. Die Art und Weise der Begrüßung wie die gesamte Kommunikation gehören ebenfalls dazu. Zu den "guten Umgangsformen" zählen:

  • das Wissen um Tischsitten
  • das Gespür für die richtige Kleidung, wenn kein Dresscode vorgegeben ist
  • die Kenntnis um Gesten und Mimik

Benimm-Regeln – ein Muss

Die moderne Berufswelt ist nicht etikettenstreng. Die Umgangsformen sind heute deutlich lockerer, als sie es noch vor einhundert Jahren waren. Doch existieren eine Menge, oftmals ungeschriebener Benimm-Regeln. Gegen die sollte nur derjenige verstoßen, der wenig Wert darauf legt, nach der Ausbildung in seinem Job erfolgreich zu werden.

Wer freilich weiß, wie er sich zu einem bestimmten Anlass und Zeitpunkt kleidet, wer die guten Umgangsformen unaufgeregt und selbstverständlich lebt, der hat einen großen Vorsprung gegenüber all den Menschen, die sich nicht davon abbringen lassen, Unhöflichkeit als ein Zeichen von Individualität zu deuten.

Etikette umfasst Sitten und Gebräuche, Umgangsformen und Benehmen sowie Körpersprache, Mimik und Gesten.

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