Das Jahr neigt sich ganz langsam, aber doch sicher seinem Ende zu. Zeit also, bereits einen Blick auf die Tarifrunde 2022 zu werfen. Dann laufen für knapp 10 Millionen Beschäftigte von den DGB-Gewerkschaften vereinbarte Vergütungstarifverträge aus. Über 5 Millionen entfallen dabei allein auf die Metall- und Elektroindustrie sowie Bund und Gemeinden des öffentlichen Dienstes.

Die Verhandlungen im öffentlichen Dienst bei den Ländern haben bereits Anfang Oktober dieses Jahres begonnen, berichtet das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Der bereits erreichte Tarifabschluss für das separat verhandelnde Bundesland Hessen habe aber gezeigt, dass auch in dieser Branche auf absehbare Zeit ein Verhandlungsergebnis wahrscheinlich ist.

Indes zeichne sich bereits der Verhandlungszyklus für die Tarifrunde 2022 ab. Den Anfang machten Tarifbranchen wie das Versicherungsgewerbe (170.000 Beschäftigte im Tarifbereich) und die Druckindustrie (125.000, beide ver.di, beide Januar 2022). Im März folgten dann unter anderem die chemische Industrie (581.000, IG BCE), im Mai die Eisen- und Stahlindustrie (92.000, IG Metall).

Im September starten dann die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie (3,8 Millionen, IG Metall), im Dezember ist der öffentliche Dienst – Bund und Gemeinden (2,7 Millionen, ver.di) an der Reihe.

Wann genau welche gültigen Tarifverträge auslaufen, kann dem neuen Kündigungsterminkalender des WSI-Tarifarchivs entnommen werden. Wie das Institut weiter berichtet, wird im kommenden Jahr in einigen größeren Tarifbranchen nicht verhandelt, weil die bestehenden Verträge erst zum Ende 2022 auslaufen oder sogar darüber hinaus gelten. Dies gelte beispielsweise für den Einzelhandel, das Kfz-Gewerbe und das Bauhauptgewerbe.

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