5.3 Beratungsrechte

 Information 

Soweit der Betriebsrat ein Beratungsrecht hat, muss der Arbeitgeber von sich aus vor einer geplanten Maßnahme die Meinung des Betriebsrats einholen. Da für die Wahrnehmung der Beratungsrechte des Betriebsrats eine ausreichende Unterrichtung erforderlich ist, baut das Beratungsrecht auf dem Unterrichtungsrecht auf (5.2 Unterrichtungsrechte).

Der Arbeitgeber muss die entsprechende Angelegenheit mit dem Betriebsrat rechtzeitig beraten. Rechtzeitig ist die Beratung nur, wenn die geplante Maßnahme des Arbeitgebers noch nicht durchgeführt wurde und der Betriebsrat noch maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung des Arbeitgebers nehmen kann.

Praxisbeispiel:

Plant der Arbeitgeber eine Änderung der Arbeitsabläufe oder der Arbeitsplatzgestaltung muss der Arbeitgeber den Betriebsrat rechtzeitig unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen unterrichten (§ 90 Abs. 1 BetrVG).

Gleichzeitig muss der Arbeitgeber mit dem Betriebsrat die vorgesehenen Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf die Arbeitnehmer, insbesondere auf die Art ihrer Arbeit sowie die sich daraus ergebenden Anforderungen an


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