Entgelttransparenzgesetz - Arbeitgeberpflichten

 Information 

1. Auskunftsanspruch

1.1 Allgemeines

Wird der Auskunftsanspruch form- und fristgerecht geltend gemacht, muss der Arbeitgeber vor allem Auskunft erteilen über das durchschnittliche monatliche Bruttoentgelt sowie bis zu zwei weitere Entgeltbestandteile (statistischer Median), bezogen auf das Kalenderjahr, die explizit benannt werden müssen. Dazu zählen beispielsweise Leistungsprämien, variable Vergütungsbestandteile oder sonstige Entgeltbestandteile, wie z.B. die Privatnutzung des Dienstwagens. Vergütungsregelungen bei anderen Arbeitgebern spielen keine Rolle.

Der Auskunftsanspruch bezieht sich aber immer nur auf den Betrieb, in dem der Anspruchsteller arbeitet und auf denselben Arbeitgeber. Die Vergütungsregelungen z.B. in Tochterfirmen dürfen somit nicht zum Vergleich heran gezogen werden.

Der Auskunftsanspruch der Beschäftigten bezieht sich weiterhin immer nur auf das Vergleichsentgelt einer Gruppe von mindestens sechs Beschäftigten des anderen Geschlechts, die eine gleiche oder zumindest vergleichbare Tätigkeit ausüben. Bei weniger als sechs Beschäftigten darf der Arbeitgeber die Auskunft über das Vergleichsentgelt verweigern, § 12 Abs. 3 EntgTranspG.


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