Entgelttransparenz - Arbeitnehmerrechte bei ungleicher Bezahlung

 Information 

1. Allgemeines

Das EntgTranspG enthält zwar das ausdrückliche Verbot von ungleicher Vergütung allein wegen des Geschlechts und gibt den Mitarbeitern umfassende Auskunftsrechte. Bedauerlicherweise sieht das Gesetz im Diskriminierungsfall dagegen weder eine direkte Sanktion noch einen verbindlichen Anspruch für die Betroffenen vor.

2. Zukünftige Vergütungszahlungen

Stellt sich im Rahmen der Auskunftserteilung heraus, dass ein Verstoß gegen das Entgeltgleichheitsgebot bei gleicher oder vergleichbarer Tätigkeit vorliegt, muss der Arbeitgeber zukünftig das Entgelt zahlen, das er ohne Benachteiligung des Geschlechts zu zahlen hat.

Das Gesetz sieht jedoch bedauerlicherweise keine eindeutige Zahlungsverpflichtung des Arbeitgebers vor. Stattdessen müssen die Beschäftigten nach Auskunftserteilung ihre Ansprüche individuell durchsetzen, wenn keine Einigung über die Frage der vergleichbaren Tätigkeit oder der Vergütung erfolgt. Unterbleibt im Diskriminierungsfall eine Vergütungsanpassung, bleibt den Betroffenen nur der Gang zum Arbeitsgericht, wo sie ihre Ansprüche individuell durchsetzen müssen.

Praxistipp:

Im Klagefall können zusätzlich weitere


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