Entgelttransparenz - Arbeitgeberpflichten zum Auskunftsanspruch

 Information 

Wird der Auskunftsanspruch form- und fristgerecht geltend gemacht, muss der Arbeitgeber dem Betriebsrat vor allem Auskunft erteilen über das durchschnittliche monatliche Bruttoentgelt sowie bis zu zwei weitere Entgeltbestandteile (statistischer Median), bezogen auf das Kalenderjahr, die explizit benannt werden müssen (§ 11 EntgTranspG).

Dazu zählen beispielsweise Leistungsprämien, variable Vergütungsbestandteile oder sonstige Entgeltbestandteile wie z.B. die Privatnutzung des Dienstwagens. Vergütungsregelungen bei anderen Arbeitgebern sind dagegen nicht anzugeben.

Der Auskunftsanspruch bezieht sich aber immer nur auf den Betrieb, in dem der Anspruchsteller arbeitet, und auf den gleichen Arbeitgeber. Die Vergütungsregelungen z.B. in Tochterfirmen oder einem Konzern dürfen somit nicht zum Vergleich herangezogen werden.

Der Auskunftsanspruch der Beschäftigten bezieht sich weiterhin immer nur auf das Vergleichsentgelt einer Gruppe von mindestens sechs Beschäftigten des anderen Geschlechts, die eine gleiche oder zumindest vergleichbare Tätigkeit ausüben. Bei weniger als sechs Beschäftigten darf der


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