Arbeitszeit - ArbZG-widrige Vereinbarungen

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitgeber legt in der Regel fest, wie lange seine Mitarbeiter arbeiten (müssen). Die rechtlichen Grundlagen für die tägliche wie die wöchentliche Arbeitszeit sind im Arbeitszeitgesetz - ArbZG - verankert. Das Arbeitszeitrecht hat aber auch noch andere Quellen. In vielen Branchen gibt es z.B. Tarifverträge - und diese Tarifverträge sehen oft Arbeitszeiten vor, die deutlich unter den gesetzlich erlaubten Höchst-Regelarbeitszeiten - acht Stunden/Werktag, 48 Stunden/Woche - liegen.

Praxistipp:

In tarifgebundenen Arbeitsverhältnissen wird die zulässige Arbeitszeit vom Tarifvertrag vorgegeben. Arbeitgeber und Arbeitnehmer dürfen individualrechtlich dann nur längere Arbeitszeiten vereinbaren, wenn es der Tarifvertrag erlaubt (Öffnungsklausel). Da die Tarifentgelte an die tarifliche Arbeitszeit geknüpft sind, sind sie in der Regel die tariflich bestimmte Gegenleistung für die tariflich festgelegte Dauer der Leistung Arbeit. Mehrarbeit muss dann in jedem Fall mehr vergütet werden, sonst


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