Abmahnung des Betriebsrats

 Normen 

§§ 7 bis 20 BetrVG

Wahlordnung (WO)

 Information 

1. Allgemeines

Im individuellen Arbeitsrecht versteht man unter einer Abmahnung die schriftliche Rüge eines persönlichen Fehlverhaltens des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber. Dieser erinnert den Mitarbeiter auf diese Weise an die Erfüllung seiner arbeitsvertraglichen Pflichten und macht ihm deutlich, dass er ein weiteres Fehlverhalten nicht hinnehmen wird und der Mitarbeiter im Wiederholungsfall mit einer Kündigung rechnen muss.

Nach der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte muss vor Ausspruch einer verhaltensbedingten Kündigung üblicherweise mindestens eine Abmahnung ausgesprochen werden, vor allem bei langjährigen Beschäftigungsverhältnissen.

Etwas anderes gilt nur bei gravierenden Pflichtverstößen, bei denen jedem Mitarbeiter von vornherein klar sein muss, dass der Arbeitgeber sein Fehlverhalten in keinem Fall hinnehmen wird, beispielsweise bei massiven Beleidigungen, Straftaten, etc.

Die schriftliche Ausfertigung der Abmahnung wird in die Personalakte des Mitarbeiters aufgenommen, der jedoch nach Ablauf einer


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