Checkliste - Kündigung: Verdachtskündigung

 Arbeitshilfe 

1. Begriffsbestimmung

Der Verdacht eines strafbaren bzw. vertragswidrigen Verhaltens hat das für die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses erforderliche Vertrauen zerstört.

2. Voraussetzungen

  • Es besteht der Verdacht, dass der Arbeitnehmer eine Straftat oder eine schwere Arbeitsvertragsverletzung begangen hat. Als Maßstab für die schwere Arbeitsvertragsverletzung gilt, dass diese bei einer Beweisbarkeit einen außerordentliche Kündigung rechtfertigen würde.

  • Die starken Verdachtsmomente können auf objektive Tatsachen gegründet werden.

  • Die (dringenden) Verdachtsmomente sind geeignet, das für die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses erforderliche Vertrauen zu zerstören.

  • Der Arbeitgeber hat alle zumutbaren Anstrengungen zur Aufklärung des Sachverhalts unternommen und dem Arbeitnehmer im Rahmen einer Anhörung Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, insbesondere ist eine Stellungnahme vor dem Ausspruch der Kündigung erfolgt.

  • Der Anhörung des Arbeitnehmers vor Ausspruch der Kündigung kommt daher besondere Bedeutung zu:

    • Einladung zur Anhörung: Der Arbeitgeber hat bei der Einladung zum Anhörungsgespräch zumindest auf den Themenkreis wie etwa "Anhörung im Vorfeld


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