Kündigungsschutzklage - verlängerte Anrufungsfrist

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitnehmer muss seine Kündigungsschutzklage innerhalb der 3-Wochen-Frist des § 4 Satz 1 KSchG erheben. Die rechtzeitige Klageerhebung verlangt von ihm geltend zu machen, dass die Kündigung sozial ungerechtfertigt oder aus einem anderen Grund rechtsunwirksam ist. Das Prozessrecht verlangt vom Arbeitnehmer nicht, in seiner Kündigungsschutzklage sofort jeden nur erdenklichen Unwirksamkeitsgrund anzuführen. Oft kennt er sie in diesem frühen Zeitpunkt des Kündigungsschutzverfahrens auch gar nicht oder er bewertet bestimmte Sachverhalte - manchmal nur aus Unwissenheit - völlig falsch. Für diese Fälle sieht § 6 Satz 1 KSchG vor, dass weitere Unwirksamkeitsgründe nachgeschoben werden können.

Praxistipp:

Es gibt viele Formklagen, in denen gleich alle möglichen Unwirksamkeitsgründe angeführt werden, die für den Arbeitgeber und seine Kündigung praktisch nicht mal in Frage kommen. Trotzdem heißt es aufpassen: Was in einem Zivilprozess nicht ausdrücklich oder schlüssig bestritten wird,


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