Kündigungsschutzklage - nachträgliche Klagezulassung

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitnehmer muss seine Kündigungsschutzklage innerhalb der 3-Wochen-Frist des § 4 Satz 1 KSchG erheben. Die Versäumung der Klagefrist führt dazu, dass die Kündigung über § 7 Halbs. 1 KSchG als von Anfang an rechtswirksam gilt. Das bedeutet: egal, wie fehlerhaft die Kündigung gewesen ist, allein die versäumte Klagefrist führt dazu, dass eine trotzdem noch erhobene Kündigungsschutzklage scheitert. Die Fiktion des § 7 Halbs. 1 KSchG führt zur Wirksamkeit der Kündigung - mit dem weiteren Ergebnis, dass eine verspätete Kündigungsschutzklage deswegen als unbegründet abzuweisen ist.

Praxistipp:

Die Wirksamkeitsfiktion des § 7 Halbs. 1 KSchG erfasst alle Unwirksamkeitsgründe - nicht nur die des KSchG. So gilt die Kündigung einer schwangeren Mitarbeiterin nach § 7 Halbs. 1 KSchG bei nicht eingehaltener Klagefrist genauso als von Anfang an rechtswirksam wie die


Weiterlesen mit BetriebsratsPraxis24+

Bitte loggen Sie sich in Ihr Nutzerkonto ein, um auf alle Inhalte des Wissenspools zuzugreifen.

BetriebsratsPraxis24+ ist Ihre Adresse für erfolgreiche Mitbestimmung. Bleiben Sie auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber und profitieren Sie von praxisnahem Fachwissen.

  • Über 4.000 Expertenbeiträge zu allen wichtigen Themen der Betriebsratsarbeit
  • Arbeitnehmerorientierter BetrVG-Kommentar auf dem neuesten Stand
  • Über 300 Arbeitshilfen: Checklisten, Mustertexte etc.
  • Fortlaufend aktualisierte Gesetze und Urteile im Wortlaut

Sie sind bereits Abonnent?

Sie möchten BetriebsratsPraxis24+ ausprobieren?