Auskunftspflichten - Folgearbeitgeber

 Information 

Der alte Arbeitgeber hat mit Erteilung des Schlusszeugnisses seine gesetzliche Pflicht zur Auskunftserteilung eigentlich erfüllt. Die Angaben in der Beurteilung sind allerdings meistens auf ein Minimum beschränkt. Das wahre Leistungsbild lässt sich oft nur mündlich beschreiben. Außerdem gibt es Informationen, die in einem Zeugnis nichts zu suchen haben, aber für den Folgearbeitgeber von vitalem Interesse sind. Er setzt deswegen alles daran, dieses Zusatzwissen beim früheren Arbeitgeber abzurufen.

1. Rechtliche Verpflichtung?

Grundsätzlich ist der alter Arbeitgeber rechtlich nicht verpflichtet, einem Folgearbeitgeber Auskünfte über seinen früheren Mitarbeiter zu geben. Es gibt dafür keinen gesetzlichen Anknüpfungspunkt. Eine mögliche Anspruchsgrundlage wäre ein Vertrag, mit dem sich alter und neuer Arbeitgeber verpflichten, sich wechselseitig Auskünfte über Arbeitnehmer zu erteilen.

Beispiel:

In


Weiterlesen mit BetriebsratsPraxis24+

Bitte loggen Sie sich in Ihr Nutzerkonto ein, um auf alle Inhalte des Wissenspools zuzugreifen.

BetriebsratsPraxis24+ ist Ihre Adresse für erfolgreiche Mitbestimmung. Bleiben Sie auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber und profitieren Sie von praxisnahem Fachwissen.

  • Über 4.000 Expertenbeiträge zu allen wichtigen Themen der Betriebsratsarbeit
  • Arbeitnehmerorientierter BetrVG-Kommentar auf dem neuesten Stand
  • Über 300 Arbeitshilfen: Checklisten, Mustertexte etc.
  • Fortlaufend aktualisierte Gesetze und Urteile im Wortlaut

Sie sind bereits Abonnent?

Sie möchten BetriebsratsPraxis24+ ausprobieren?