Kündigungsschutz - Kündigungsrücknahme

 Information 

1. Allgemeines

Der Vertragspartner, der eine Kündigung ausspricht, möchte damit etwas bewirken: Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist im wahrsten Sinn des Wortes sein erklärtes Ziel. Das erreicht er bereits mit dem Zugang seiner Kündigung beim Erklärungsempfänger. Kündigungen sind nämlich einseitige empfangsbedürftige Willenserklärungen, deren rechtsgestaltende Wirkung bereits einsetzt, wenn sie dem anderen Vertragspartner zugehen.

Praxistipp:

Die schriftliche Kündigungserklärung wird in dem Zeitpunkt wirksam, in dem sie dem Erklärungsempfänger zugeht. Sie wird nach § 130 Abs. 1 Satz 2 BGB nicht wirksam, "wenn dem anderen vorher oder gleichzeitig ein Widerruf zugeht." Sollte also mal eine irrtümliche Kündigung herausgehen oder der frühe Kündigungsentschluss etwas später bereut werden, kann der Erklärende seine Kündigungserklärung durch einen rechtzeitigen Widerruf neutralisieren.

Ist eine Kündigung erst mal wirksam zugegangen, kann sie nicht mehr einseitig zurückgenommen werden. Die Rücknahmeerklärung des Kündigenden


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