Arbeitskampf - Aussperrung

 Information 

Der Arbeitgeber ist nicht nur passives Opfer von Arbeitskampfmaßnahmen. Die (Wieder-)Herstellung der Kampfparität erlaubt ihm auch, selbst aktiv zu werden. Das gewichtigste Kampfmittel der Arbeitgeberseite ist die Aussperrung. Sie ist - wie der Streik - gesetzlich nicht geregelt. Das Recht, Arbeitnehmer aussperren zu dürfen, wird allgemein aus Art. 9 Abs. 3 GG hergeleitet.

1. Begriffsbestimmung

Das ZEIT-Lexikon definiert Aussperrung als "Arbeitskampfmaßnahme der Arbeitgeber, bei der diese die Arbeitsverhältnisse mit allen Arbeitnehmern oder einem Teil von ihnen aufheben."

Etwas feingliedriger strukturiert könnte man sagen: Eine Aussperrung ist

  • der von einem oder mehreren Arbeitgebern

  • zum Erreichen oder Vermeiden eines bestimmten tariflichen Ziels planmäßig vorgenommene

  • Ausschluss von Arbeitnehmern von der Arbeitsleistung

  • unter Verweigerung der Entgeltzahlung

Die Aussperrung kann sowohl als

  • Angriffsaussperrung wie auch als

  • Abwehraussperrung

erfolgen.


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