Arbeitskampf - Aussperrung

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitgeber ist nicht nur passives Opfer von Arbeitskampfmaßnahmen. Die (Wieder-)Herstellung der Kampfparität erlaubt ihm auch, selbst aktiv zu werden. Das gewichtigste Kampfmittel der Arbeitgeberseite ist die Aussperrung. Sie ist - wie der Streik - gesetzlich nicht geregelt, wird aber aus Art. 9 Abs. 3 GG hergeleitet.

2. Begriffsbestimmung

Als Aussperrung bezeichnet man die vorübergehende Freistellung von Arbeitnehmern von der Arbeitspflicht durch einen Arbeitgeber in einem Arbeitskampf ohne Fortzahlung des Arbeitslohnes.

Die Aussperrung kann als Angriffsaussperrung oder als Abwehraussperrung erfolgen. Bei der Angriffsaussperrung agiert der Arbeitgeber und beginnt den Arbeitskampf von sich aus. Bei der Abwehraussperrung reagiert der Arbeitgeber und beantwortet gewerkschaftliche Arbeitskampfmaßnahmen mit einem der Mittel, die ihm zur Verfügung stehen. In der Praxis kommt die Aussperrung fast ausschließlich in Form der Abwehraussperrung vor.

Die Aussperrung kann als Angriffsaussperrung oder als Abwehraussperrung erfolgen. Bei


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