Mutterschutz - Urlaub

 Information 

Der Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub einer schwangeren Frau und dessen Dauer ergibt sich aus § 24 MuSchG, der im Wesentlichen der früheren Regelung entspricht.

Grundsätzlich hat eine Schwangerschaft keinen Einfluss auf den Urlaub. Anders als bei einer Elternzeit kann der Urlaub aufgrund von Beschäftigungsverboten oder der gesetzlichen Schutzfristen nicht vom Arbeitgeber gekürzt werden. Folglich verliert eine schwangere Frau ihren Urlaubsanspruch nicht, wenn aufgrund eines Beschäftigungsverbots der zuvor bereits vereinbarte und abgestimmte Urlaub nicht mehr genommen werden kann. Während der Mutterschutzfristen muss generell kein Urlaub beantragt werden.

Zu beachten sind folgende Sonderregelungen:

  • Zeiten von Arbeitsausfall aufgrund von Beschäftigungsverboten und Schutzfristen gelten als Beschäftigungszeiten und führen nicht zu einer Verkürzung des üblichen Urlaubsanspruchs, § 24 S. 1 MuSchG.

  • Urlaubstage, die wegen eines Beschäftigungsverbote oder aufgrund geltender Schutzfristen nicht genommen werden konnten, können von der Frau nicht nur im laufenden, sondern auch im darauffolgenden Urlaubsjahr genommen


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