Befristung - Diskriminierungsverbot

 Information 

1. Allgemeines

Zwischen undifferenzierter Gleichmacherei und arbeitgeberseitiger Willkür gibt es noch etwas anderes: Diskriminierungen und Verstöße gegen das Gleichheitsgebot, die aus anerkannt sachlichen Gründen nicht hinzunehmen sind. Auf diesen Bereich finden zunächst die allgemeinen Regeln (Gleichbehandlung) und das Maßregelungsverbot aus § 612a BGB Anwendung. Für befristete Arbeitsverträge gibt das Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge - TzBfG - eigenständige Diskriminierungsverbote vor.

2. Das allgemeine Diskriminierungsverbot aus § 4 Abs. 2 TzBfG

Ein befristet beschäftigter Arbeitnehmer darf wegen der Befristung seines Arbeitsvertrags nicht schlechter behandelt werden als ein vergleichbarer unbefristet beschäftigter Arbeitnehmer, es sei denn, dass sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen (§ 4 Abs. 2 Satz 1 TzBfG).

Beispiel:

Ladislaus Lagerov wurde von Spediteur S befristet als Lagerarbeiter eingestellt. Neben Ladislaus sind noch weitere Lagerarbeiter für S tätig, jedoch unbefristet. Alle machen


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