Arbeitsunfähigkeit - Beweisfragen

 Information 

1. Allgemeines

Wenn ein Arbeitnehmer wegen Arbeitsunfähigkeit Entgeltfortzahlung bekommen möchte, hat er nach § 5 Abs. 1 Satz 2 EFZG eine ärztliche Bescheinigung darüber vorzulegen. Ihn trifft die Darlegungs- und Beweislast für die Arbeitsunfähigkeit. In der Regel genügt das Attest eines Arztes. Es sind keine weiteren Nachweise erforderlich (BAG, 11.08.1976 - 5 AZR 422/75). Das Attest trägt die tatsächliche Vermutung der Richtigkeit in sich und hat einen hohen Beweiswert (BAG, 15.07.1992 - 5 AZR 312/91).

2. Grundsatz

Der Arzt stellt mit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung fest, dass aufgrund einer Krankheit Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Er gibt in der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung die voraussichtliche Dauer dieser Arbeitsunfähigkeit an. Die Diagnose teilt er dem Arbeitgeber nicht mit.

Der Arbeitgeber muss es zunächst glauben, dass sein Arbeitnehmer arbeitsunfähig ist. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat damit grundsätzlich einen hohen Stellenwert. Sie reicht


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