Arbeitsunfähigkeit - Nachweispflicht

 Information 

1. Allgemeines

Neben der Anzeige- und Meldepflicht gibt es für Arbeitnehmer bei Arbeitsunfähigkeit die Verpflichtung, die Arbeitsunfähigkeit nachzuweisen. D.h. der Arbeitnehmer muss seinem Arbeitgeber eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit vorlegen (Nachweispflicht).

2. Die gesetzliche Grundregel

Dauert eine Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauf folgenden Arbeitstag vorzulegen, § 5 Abs. 1 Satz 2 EFZG.

Die ärztliche Bescheinigung, das Attest, oder der "Gelbe Schein", wie er im Volksmund heißt, ist auf einem amtlichen Vordruck zu erstellen. Zu den notwendigen Angaben gehören die Personalien und die Angabe, wann die Erkrankung festgestellt wurde und wie lange sie voraussichtlich dauert. Zudem muss angekreuzt werden, ob es sich um eine Erst- oder Folgebescheinigung handelt. Die Diagnose, d.h. die


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