Anwesenheitsprämie - Kürzungsgrundlagen

 Information 

Der Sinn einer Anwesenheitsprämie liegt darin, dass sie bei Fehlzeiten gekürzt werden darf. Die Möglichkeit für diese Kürzung muss sich der Arbeitgeber in der Regel selbst verschaffen. Das macht er am besten gleich mit dem Arbeitsvertrag oder mit einer entsprechenden Zusatzvereinbarung. Ohne Kürzungsabsprache und ausdrücklicher Regelung darf er Prämien oder andere Zulagen nicht einseitig kürzen oder wegnehmen. Es sei denn, es gibt eine darauf zielende Regelung in einem Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung.

1. Kollektive Kürzungsgrundlagen

Anwesenheitsprämien sind vorrangig eine Frage des individuellen Arbeitsvertrages. Es gibt aber auch Tarifverträge, die Anwesenheitsprämien regeln. Tun sie das, sollten sie auch die Voraussetzungen dafür festlegen, unter denen die Anwesenheitsprämie wieder weggenommen werden kann. Dazu gehören sowohl die tatbestandlichen Voraussetzungen - z.B. Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit, unentschuldigtes Fehlen, Arbeitsversäumnis i.S. des § 616 BGB - als auch


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