Versetzung - Mitbestimmung

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitgeber muss bei einer Versetzung zunächst darauf achten, dass sie individualrechtlich zulässig ist. Die Änderung des Arbeitsbereichs eines Mitarbeiters kann über das Weisungsrecht, eine Änderungskündigung oder einvernehmlich erfolgen. Das Individualarbeitsrecht ist aber nur eine der beiden Hürden, die der Arbeitgeber nehmen muss. In mitbestimmten Betrieben hat er auch noch die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats zu beachten.

Praxistipp:

Arbeitgeber sollten die zwingenden Mitbestimmungsrechte ihres Betriebsrats nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der Betriebsrat kann dem Arbeitgeber über das Arbeitsgericht sogar aufgeben, eine ohne seine Zustimmung durchgeführte Versetzung wieder aufzuheben und rückgängig zu machen. Da ist dauerhafter Streit vorprogrammiert und dieser Streit fördert nicht gerade die von § 2 Abs. 1 BetrVG idealisierte vertrauensvolle Zusammenarbeit. Daher wird empfohlen, die Mitbestimmungsrechte sorgfältig zu beachten, den Betriebsrat rechtzeitig über eine geplante Versetzung zu unterrichten und seine Zustimmung zu


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