Versetzung - billiges Ermessen

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitgeber hat bei einer Versetzung zwei Möglichkeiten, etwas einseitig zu regeln: Änderungskündigung oder Anweisung. Die Änderungskündigung muss nach den §§ 1, 2 KSchG sozial gerechtfertigt sein. Das Weisungsrecht darf nur nach billigem Ermessen ausgeübt werden - und findet weitere Schranken in § 106 Satz 1 GewO. Danach können einer Versetzung via Direktionsrecht vor allem individual- und kollektivrechtliche Grenzen gezogen sein.

Praxistipp:

Die Versetzung ist für Arbeitnehmer immer mit einer Änderung ihres gewohnten Arbeitsbereichs verbunden. Egal ob diese Änderung rechtlich durchsetzbar ist oder nicht: sie schafft Aufregung und Unmut. Da ist es besser, eine Versetzung von Anfang an einvernehmlich zu regeln. Wenn der Mitarbeiter selbst hinter der Maßnahme steht, wird er sich der neuen Herausforderung von Anfang an mit Engagement stellen.

Soweit der Arbeitgeber einem Mitarbeiter einen neuen Arbeitsbereich zuweist, muss diese


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