Gruppenarbeit - Definition

 Normen 

§ 87 BetrVG

 Information 

Gruppenarbeit im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes liegt vor, wenn

  • im Rahmen des betrieblichen Arbeitsablaufes

  • eine Gruppe von Arbeitnehmern

  • eine ihr übertragene Gesamtaufgabe

  • im Wesentlichen eigenverantwortlich erledigt, d.h. durch autonome Organisation der notwendigen Arbeitsschritte.

Alle vier Merkmale müssen für eine Gruppenarbeit i.S.d. § 87 Abs. 1 Nr. 13 BetrVG vorliegen.

Mit Gruppenarbeit gemeint sind die sog. teilautonomen Arbeitsgruppen: In den 70er und 80er Jahren begannen Unternehmensmanager in der Automobilindustrie im Rahmen des Lean-Management-Prozesses die teilautonomen Arbeitsgruppen einzurichten, die - meist ohne Führungskraft - Arbeitsprozesse oder Teilaufgaben (z.B. Erstellung der Karosserie oder Innenausstattung des Fahrzeuges) eigenverantwortlich erledigten. Dies bedeutet beispielsweise, dass die Gruppe für die Gestaltung der Arbeitsprozesse (z.B. Einteilung der Schichtpläne und notwendigen Arbeitsschritte) selbst verantwortlich zeichnet und in der Regel in einem demokratischen Prozess entscheidet und mit der Hilfe eines so genannten Gruppensprechers nach außen kommuniziert. Nach Ausführung


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