Tarifvertrag - Bezugnahme

 Information 

Grundsätzlich gelten Bestimmungen eines Tarifvertrags nach § 4 Abs. 1 TVG nur zwischen den beiderseits Tarifgebundenen - also zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer - unter folgenden Voraussetzungen: Der Arbeitgeber ist Mitglied im tarifvertragsschließenden Arbeitgeberverband oder hat selbst den Tarifvertrag abgeschlossen und der Arbeitnehmer ist Mitglied in der tarifvertragsschließenden Gewerkschaft.

Durch arbeitsvertragliche Bezugnahme auf einen Tarifvertrag können die Tarifvorschriften auch für nicht tarifgebundene Arbeitnehmer Geltung erlangen. Die Regelungen des Tarifvertrags werden durch diese Klausel im Arbeitsvertrag zum Inhalt des Einzelarbeitsvertrages gemacht. Insoweit werden Arbeitnehmer, die nicht gewerkschaftlich organisiert sind, ebenso behandelt wie Arbeitnehmer, auf die der Tarifvertrag wegen ihrer Mitgliedschaft in der tarifvertragsschließenden Gewerkschaft bereits tarifrechtlich angewendet wird. Aus diesem Grund werden arbeitsvertragliche Bezugnahmeklauseln auch als Gleichstellungsabreden bezeichnet. Vor allem tarifliche Vergütungsregeln werden oft durch arbeitsvertragliche Bezugnahmeklauseln Bestandteil des Arbeitsvertrages. Auch Ansprüche auf Einmalzahlungen wie z.B.


Weiterlesen mit BetriebsratsPraxis24+

Bitte loggen Sie sich in Ihr Nutzerkonto ein, um auf alle Inhalte des Wissenspools zuzugreifen.

BetriebsratsPraxis24+ ist Ihre Adresse für erfolgreiche Mitbestimmung. Bleiben Sie auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber und profitieren Sie von praxisnahem Fachwissen.

  • Über 4.000 Expertenbeiträge zu allen wichtigen Themen der Betriebsratsarbeit
  • Arbeitnehmerorientierter BetrVG-Kommentar auf dem neuesten Stand
  • Über 300 Arbeitshilfen: Checklisten, Mustertexte etc.
  • Fortlaufend aktualisierte Gesetze und Urteile im Wortlaut

Sie sind bereits Abonnent?

Sie möchten BetriebsratsPraxis24+ ausprobieren?