Kündigung - verhaltensbedingt: Verschulden

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitgeber kann eine ordentliche verhaltensbedingte Kündigung grundsätzlich nur dann aussprechen, wenn der Arbeitnehmer die Pflichtverletzung schuldhaft begangen hat. Die dabei zu unterscheidenden Schuldformen sind Vorsatz und Fahrlässigkeit. Das Verantwortlichsein für das eigene Tun ist ein Punkt, der sich - je nach Schweregrad - bei der Interessenabwägung mehr oder weniger nachteilig zu Lasten des Arbeitnehmers auswirkt.

Praxistipp:

Die Prüfung der Verschuldensfrage sollte vom Arbeitgeber nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die richtige Antwort hängt hier häufig von inneren Tatsachen ab, die oft nicht hinreichend deutlich nach außen in Erscheinung getreten sind. Die subjektive Einschätzung des Arbeitgebers bei der Frage, ob der zu kündigende Arbeitnehmer schuldhaft gehandelt hat oder nicht, ist unerheblich. Genauso unerheblich ist aber auch die Meinung des Arbeitnehmers, er trage für das Geschehene keine Verantwortung. Letzten


Weiterlesen mit BetriebsratsPraxis24+

Bitte loggen Sie sich in Ihr Nutzerkonto ein, um auf alle Inhalte des Wissenspools zuzugreifen.

BetriebsratsPraxis24+ ist Ihre Adresse für erfolgreiche Mitbestimmung. Bleiben Sie auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber und profitieren Sie von praxisnahem Fachwissen.

  • Über 4.000 Expertenbeiträge zu allen wichtigen Themen der Betriebsratsarbeit
  • Arbeitnehmerorientierter BetrVG-Kommentar auf dem neuesten Stand
  • Über 300 Arbeitshilfen: Checklisten, Mustertexte etc.
  • Fortlaufend aktualisierte Gesetze und Urteile im Wortlaut

Sie sind bereits Abonnent?

Sie möchten BetriebsratsPraxis24+ ausprobieren?