Kündigung - verhaltensbedingt: Tatsachenfeststellung

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitgeber muss nach § 1 Abs. 2 Satz 4 KSchG die Tatsachen beweisen, die seine ordentliche verhaltensbedingte Kündigung bedingen. Die Sammlung aller notwendigen Fakten ist damit seine Aufgabe. Das Sammeln muss er zwar nicht unbedingt selbst und in Person tun, er darf die Tatsachenfeststellung auch anderen überlassen. Der Arbeitgeber muss am Ende nur sicher sein, dass er die für eine erfolgreiche Kündigung benötigten Fakten nachweisbar in der Hand hält. Einen Arbeitsrechtsstreit aus rechtlichen Gründen zu verlieren, kann passieren. Wegen unvollständiger und fehlender Fakten zu scheitern ist vermeidbar (s. dazu das Stichwort Kündigung - verhaltensbedingt: vermeidbare Fehler).

Praxistipp:

Vor Gericht entscheiden oft weniger die Rechts- als die Tatsachenfragen. Arbeitgeber erleben daher in Kündigungsschutzprozessen bisweilen eine böse Überraschung, weil das Gericht andere Schwerpunkte setzt und auf einmal Tatsachen in den Vordergrund stellt, die der Arbeitgeber bis dahin völlig vernachlässigt oder


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