Kündigung - verhaltensbedingt: besonderer Kündigungsschutz

 Information 

1. Allgemeines

Gleichgültig, ob die verhaltensbedingte Kündigung

erfolgen soll oder ob das Kündigungsschutzgesetz

  • anwendbar oder

  • nicht anwendbar

ist: Eine verhaltensbedingte Kündigung ist ausgeschlossen oder erschwert, wenn der so genannte besondere Kündigungsschutz greift.

Beispiele:

  1. (1)

    Arbeitnehmerin N1 ist schwanger. Nach § 17 MuSchG besteht bei ihr ein grundsätzliches Kündigungsverbot. Fängt N1 nun an, Arbeitgeber A zu bestehlen, wird ihr das Kündigungsverbot aus § 17 MuSchG nicht viel nützen: Die für den Arbeitsschutz zuständige Stelle kann nämlich gemäß § 17 Abs. 2 MuSchG eine Kündigung in besonderen Fällen, die "nicht mit dem Zustand einer Frau während der Schwangerschaft (...) in Zusammenhang stehen", ausnahmsweise für zulässig erklären. A muss diese Erklärung aber beantragen und darf nicht ohne vorherige Zulässigkeitserklärung der Behörde kündigen.

  2. (2)

    Arbeitnehmerin N2 ist schwerbehindert. Sie mobbt mehrere Arbeitskolleginnen und hört mit ihren Mobbingattacken


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