Kündigung - personenbedingt: AGG-Merkmale

1. Allgemeines

Der kündigende Arbeitgeber muss nicht nur an das KSchG und besondere Kündigungsbeschränkungen denken. Die so genannten AGG-Merkmale verlangen ebenfalls Beachtung. Das Antidiskriminierungsrecht schlägt nämlich trotz § 2 Abs. 4 AGG auch auf Kündigungen durch - insbesondere dann, wenn es um Kündigungsgründe geht, die in der Person eines Mitarbeiters liegen. Hier läuft der Arbeitgeber schnell Gefahr, mit dem AGG in Konflikt zu kommen.

Praxistipp:

Eine unmittelbare Benachteiligung wegen eines der in § 1 AGG hinterlegten Merkmale dürfte kaum in Betracht kommen. Kein Arbeitgeber wird einen Mitarbeiter allein wegen eines AGG-Merkmals kündigen. Viel gefährlicher sind die mittelbaren Benachteiligungen, bei denen ein AGG-Merkmal indirekt betroffen sein kann. Hier sollte ein Arbeitgeber alles daran setzen, jeden Zusammenhang zwischen ihrem Kündigungsgrund und einem verbotenen Differenzierungskriterium zu vermeiden. Er muss nach objektiven Kriterien suchen, die nichts mit den AGG-Merkmalen zu tun haben.

Wohl jeder


Weiterlesen mit BetriebsratsPraxis24+

Bitte loggen Sie sich in Ihr Nutzerkonto ein, um auf alle Inhalte des Wissenspools zuzugreifen.

BetriebsratsPraxis24+ ist Ihre Adresse für erfolgreiche Mitbestimmung. Bleiben Sie auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber und profitieren Sie von praxisnahem Fachwissen.

  • Über 4.000 Expertenbeiträge zu allen wichtigen Themen der Betriebsratsarbeit
  • Arbeitnehmerorientierter BetrVG-Kommentar auf dem neuesten Stand
  • Über 300 Arbeitshilfen: Checklisten, Mustertexte etc.
  • Fortlaufend aktualisierte Gesetze und Urteile im Wortlaut

Sie sind bereits Abonnent?

Sie möchten BetriebsratsPraxis24+ ausprobieren?