Kündigung - ordentliche: Schriftform

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitgeber muss bei seiner Kündigung das gesetzliche Formgebot des § 623 Halbs. 1 BGB beachten. Die Möglichkeit, ein Arbeitsverhältnis auch mündlich kündigen zu können, ist seit dem 01.05.2000 versperrt. Das gesetzliche Formgebot lässt keine Ausnahmen zu. Eine Kündigung, die nicht in Schriftform erklärt wird, ist nach § 125 BGB nichtig.

Praxistipp:

Es gibt im Arbeitsleben immer wieder Situationen, in denen ein Vertragspartner aus einer gewissen Verärgerung heraus mündlich kündigt. Auch wenn die Erklärung in diesem Zeitpunkt ernst gemeint ist: Sie hat rechtlich keine Wirkung. Selbst wenn der Arbeitgeber die mündliche Kündigungserklärung eines Mitarbeiters schriftlich annimmt, kommt dadurch nicht einmal ein Aufhebungsvertrag zu Stande. Der verlangt nach § 623 Halbs 1 BGB nämlich ebenfalls Schriftform - und zwar für beide Erklärungen.

Die vom Gesetz in § 126 Abs. 1 BGB für die Schriftform verlangte eigenhändige Unterschrift


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