Leiharbeit - Gleichbehandlung

 Normen 

§ 8 AÜG

§ 3a AÜG

 Information 

1. Gleichbehandlungsgrundsatz

Grundsätzlich muss der Verleiher dem Leiharbeitnehmer für die Zeit der Überlassung an einen Entleiher die im Betrieb dieses Entleihers für einen vergleichbaren Arbeitnehmer des Entleihers geltenden wesentlichen Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeitsentgelts gewähren - Gleichbehandlungsgrundsatz (§ 8 Abs. 1 AÜG).

Verstößt der Verleiher gegen diesen Gleichbehandlungsgrundsatz, hat dies gewerberechtliche sowie arbeitsrechtliche Konsequenzen:

  • Gewerberechtlich ist die Verleiherlaubnis in diesem Fall zu versagen oder für die Zukunft zu widerrufen (§ 3 Abs. 1 Nr. 3 AÜG).

  • Arbeitsrechtlich ist der mit dem Leiharbeitnehmer abgeschlossene Verleihvertrag unwirksam (§ 9 Nr. 2 AÜG) und der Leiharbeitnehmer kann die im Entleihbetrieb geltenden Arbeitsbedingungen vom Verleiher verlangen.

  • Ist ein Vertrag wegen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz unwirksam, "so gilt ein Arbeitsverhältnis zwischen Entleiher und Leiharbeitnehmer zu dem zwischen dem Entleiher und dem Verleiher für


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