Kündigungsfristen - tarifvertragliche

 Information 

1. Allgemeines

Der Gesetzgeber erlaubt Tarifpartnern, von den in § 622 Abs. 1 bis 3 BGB hinterlegten Kündigungsfristen abzuweichen (§ 622 Abs. 4 BGB). Die Abweichung von den gesetzlichen Kündigungsfristen kann dabei zu Gunsten und zu Ungunsten von Arbeitnehmern erfolgen. Das heißt sowohl die Grundkündigungsfrist als auch die verlängerten Kündigungsfristen können per Tarifvertrag verkürzt oder erweitert werden. Aber nicht nur das: Im Geltungsbereich eines derartigen Tarifvertrags dürfen nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer sogar die abweichenden Kündigungsfristen in ihren Arbeitsvertrag übernehmen.

Praxistipp:

Die Frage, ob es sich für einen nicht tarifgebundenen Arbeitgeber lohnt, tarifliche Kündigungsfristen zu übernehmen, kann nicht generell beantwortet werden. Hier ist es wichtig, die betrieblichen Kündigungssituationen zu prüfen und dabei festzulegen, welche Fristen dafür in Frage kommen. Reichen die gesetzlichen Kündigungsfristen aus, sollte man keine abweichenden


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