Kündigungsfristen - Aushilfen

 Information 

1. Allgemeines

Der Gesetzgeber hat die starren Kündigungsfristen des § 622 Abs. 1 BGB (s. dazu das Stichwort Kündigungsfristen - gesetzliche) für kurzfristige Arbeitsverhältnisse frei gegeben. Die vierwöchige Grundkündigungsfrist kann vertraglich abbedungen werden, wenn ein Arbeitnehmer nur zur vorübergehenden Aushilfe eingestellt wird. Das ist der Fall, wenn sein Arbeitsverhältnis nicht länger als drei Monate dauern soll (§ 622 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 BGB).

Praxistipp:

Die Einstellung muss nach § 622 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 BGB"zur vorübergehenden Aushilfe" erfolgen. Das heißt: Der Beschäftigungszweck muss feststehen und sollte am besten auch in den schriftlichen Arbeitsvertrag aufgenommen werden: "Der/Die Arbeitnehmer/in wird zur vorübergehenden Aushilfe (maximal drei Monate) eingestellt." Ganz abgesehen davon reicht es nicht aus, wenn die "Aushilfsbeschäftigung" nur auf dem Papier steht: Es muss sich auch tatsächlich um eine Aushilfstätigkeit handeln.


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