Kündigung - außerordentliche: Schadensersatz

 Information 

1. Allgemeines

Der Ausspruch einer außerordentlichen Kündigung bleibt nicht ohne Folgen. Die von heute auf morgen getrennten Vertragspartner stehen plötzlich ohne Arbeitsleistung und ohne Arbeitsentgelt da. Das BGB sieht daher in § 628 Abs. 2 vor, dass der Kündigende nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sogar Schadensersatzansprüche hat. Vorausgesetzt, seine Kündigung wurde durch ein vertragswidriges Verhalten des anderen Teils veranlasst - wobei die Kündigung in diesen Fällen nicht einmal außerordentlich erklärt sein muss. Das maßgebliche Auflösungsverschulden verlangt allerdings einen wichtigen Grund i.S.d. § 626 Abs. 1 BGB.

2. Vertragswidriges Verhalten des anderen Teils

§ 628 Abs. 2 BGB gibt keinen generellen Schadensersatzanspruch bei einer außerordentlichen Kündigung. § 628 Abs. 2 BGB verlangt ausdrücklich ein "vertragswidriges Verhalten" des anderen Teils.

Beispiel:

Der Betrieb von Arbeitgeber A brennt über Nacht bis auf die Grundmauern ab.


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