Schwerbehindertenvertretung - Stellung der Vertrauensperson

 Normen 

§ 179 SGB IX

 Information 

1. Amtsführung

1.1 Ehrenamt

Die Vertrauensperson führt ihr Amt als unentgeltliches Ehrenamt (§ 179 Abs. 1 SGB IX), d.h. die Amtsführung darf weder finanzielle Vor- noch Nachteile zur Folge haben.

Es gilt das Prinzip der Weisungsfreiheit, d.h. die Vertrauensperson übt ihr Amt unabhängig von Weisungen der schwerbehinderten Beschäftigten, des Arbeitgebers, aber auch der Agentur für Arbeit, des Job-Centers und des Integrationsamts aus.

Die Stellung der Schwerbehindertenvertretung wurde durch die zum 01.01.2018 wirksam gewordene Reform und Erweiterung des SGB IX deutlich hervorgehoben.

1.2 Stellvertreter

Das SGB IX sieht eine punktuelle Entlastung der gewählten Vertrauensperson vor. In Betrieben und Dienststellen mit in der Regel mehr als 100 beschäftigten schwerbehinderten Menschen darf nach vorheriger Unterrichtung des Arbeitgebers das mit der höchsten Stimmenzahl gewählte stellvertretende Mitglied zu bestimmten Aufgaben herangezogen werden, § 178 Abs. 1 Satz 4 SGB IX. Ab


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