Entgeltfortzahlung - Überstunden

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitgeber schuldet nach § 3 Abs. 1 EFZG für sechs Wochen Entgeltfortzahlung. Die Höhe des fortzuzahlenden Entgelts ergibt sich aus § 4 Abs. 1 EFZG. Das Gesetz stellt auf das dem Arbeitnehmer für seine regelmäßige Arbeitszeit zustehende Arbeitsentgelt ab. Gleichzeitig schließt es aber auch bestimmte Entgeltbestandteile aus: So zum Beispiel "das zusätzlich für Überstunden gezahlte Arbeitsentgelt" (§ 4 Abs. 1a Satz 1 EFZG).

2. Der Grundsatz: Das Lohnausfallprinzip

§ 4 Abs. 1 EFZG will, dass ein Arbeitnehmer während seiner Arbeitsunfähigkeit das bekommt, was er sonst durch seine Arbeit bekommen hätte. Das Gesetz regelt das sogenannte Lohnausfallprinzip.

Beispiel:

Arbeitnehmer N1 hat eine tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden und einen Stundenlohn von 12,00 EUR. Fällt N1 in einer Woche für drei Tage krankheitsbedingt aus, hat er für diese drei Tage einen Entgeltfortzahlungsanspruch von (3 Arbeitstage x 8 Arbeitsstunden


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