Entgeltfortzahlung - Dritthaftung

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitnehmer hat auch dann Entgeltfortzahlungsansprüche gegen seinen Arbeitgeber, wenn ein anderer an seiner Arbeitsunfähigkeit Schuld ist. Die §§ 3 ff. EFZG nehmen vorrangig den Arbeitgeber in die Pflicht. Das Risiko krankheitsbedingten Entgeltausfalls tragen die Unternehmer. Sie haben allerdings eine Möglichkeit, sich das Geld zurückzuholen. § 6 EFZG sieht einen Forderungsübergang bei Dritthaftung vor. Damit wird der Dritte, der die Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers verursacht hat, in die Pflicht genommen. Der Arbeitgeber soll mit dieser Regelung von Entgeltfortzahlungskosten entlastet werden (wegen des umlagefinanzierten Ausgleichs für Arbeitgeberaufwendungen wird auf die Stichwörter Aufwendungsausgleich - Allgemeines ff. verwiesen).

2. Schadensersatzansprüche des Arbeitnehmers

§ 6 Abs. 1 EFZG knüpft den Forderungsübergang daran, dass "der Arbeitnehmer aufgrund gesetzlicher Vorschriften von einem Dritten Schadensersatz wegen des Verdienstausfalls beanspruchen" kann. Als Anspruchsgrundlagen kommen hier unter anderem


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