Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber

 Normen 

§ 2 BetrVG

§ 74 BetrVG

 Information 

1. Grundsätze

Nach § 2 Abs. 1 BetrVG arbeiten Arbeitgeber und Betriebsrat unter Beachtung der geltenden Tarifverträge vertrauensvoll und im Zusammenwirken mit den im Betrieb vertretenen Gewerkschaften und Arbeitgebervereinigungen zum Wohl der Arbeitnehmer und des Betriebs zusammen.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit beinhaltet das Gebot, Auseinandersetzungen auf eine faire und jede Schikane ausschließende Weise zu lösen. Andererseits darf diese Zusammenarbeit auch nicht dazu führen, dass die Interessengegensätze der Betriebspartner verwischt werden. Nach Ansicht des Bundesarbeitsgerichts (BAG) "beseitigt die Verpflichtung zur vertrauensvollen Zusammenarbeit diese Interessenpolarität nicht, sondern setzt sie gerade voraus" (BAG, 11.11.1997 - 1 ABR 21/97).

Verstößt der Betriebsrat gegen das Gebot der vertrauensvollen Zusammenarbeit in einem besonders hohen Maße, kann der Arbeitgeber im Einzelfall sogar die gerichtliche Auflösung des Gremiums beantragen (gem. § 24 Nr. 4 BetrVG). Ein so massiver Pflichtverstoß kann z.B. mit einer unrechtmäßigen Ordnungswidrigkeitsanzeige


Weiterlesen mit BetriebsratsPraxis24+

Bitte loggen Sie sich in Ihr Nutzerkonto ein, um auf alle Inhalte des Wissenspools zuzugreifen.

BetriebsratsPraxis24+ ist Ihre Adresse für erfolgreiche Mitbestimmung. Bleiben Sie auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber und profitieren Sie von praxisnahem Fachwissen.

  • Über 4.000 Expertenbeiträge zu allen wichtigen Themen der Betriebsratsarbeit
  • Arbeitnehmerorientierter BetrVG-Kommentar auf dem neuesten Stand
  • Über 300 Arbeitshilfen: Checklisten, Mustertexte etc.
  • Fortlaufend aktualisierte Gesetze und Urteile im Wortlaut

Sie sind bereits Abonnent?

Sie möchten BetriebsratsPraxis24+ ausprobieren?