Direktionsrecht - Rechtsschutz

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitgeber darf sein Direktionsrecht nicht schrankenlos ausüben. Die Arbeitsgerichte setzen ihm auf Grundlage des anzuwendenden Rechts Grenzen. Das einseitige Leistungsbestimmungsrecht des Arbeitgebers soll nicht zur Willkür verführen. Deswegen haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, Maßnahmen des Arbeitgebers abzuwehren und - wenn eine einvernehmliche Regelung ausscheidet - dagegen zu klagen. Umgekehrt: Befolgt der Arbeitnehmer die Weisung nicht, kann der Arbeitgeber sie gerichtlich durchsetzen. Natürlich immer vorausgesetzt, sie ist rechtmäßig.

2. Einvernehmliche Regelung

Wehrt sich ein Mitarbeiter gegen eine Anweisung, muss er nicht gleich Klage erheben. Er kann - wenn er mit dem Arbeitgeber selbst nicht klarkommt - zunächst einen professionellen Interessenvertreter (Rechtsanwalt, Gewerkschaft) einschalten. Der Arbeitgeber, der sein Direktionsrecht durchsetzen will, kann sich ebenfalls fremder Hilfe bedienen (Rechtsanwalt, Arbeitgeberverband). In mitbestimmten Betrieben haben Arbeitnehmer nach § 85 Abs. 1 BetrVG zudem das Recht, sich beim


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