Verjährung

 Information 

1. Allgemeines

Der Arbeitgeber ist nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag verpflichtet, Forderungen seiner Mitarbeiter zu bedienen. Die Rechtsordnung sieht für Ansprüche und Rechte bestimmte Verjährungsfristen vor. Das Ergebnis: "Nach Eintritt der Verjährung ist der Schuldner berechtigt, die Leistung zu verweigern" (§ 214 BGB). Neben der gesetzlichen Verjährung stehen tarif- und einzelvertragliche Ausschluss- und Verfallfristen. Sie sind meistens wesentlich kürzer als die gesetzliche Verjährung und verlangen von beiden Vertragspartnern schnelles Handeln.

Praxistipp:

Es kommt immer wieder vor, dass Arbeitnehmer ihre - tatsächlich oder vermeintlich bestehenden - Ansprüche erst recht spät geltend machen. Selbstverständlich kann ein Arbeitgeber auch verfallene oder verjährte Forderungen bedienen. Nur: Warum sollte er das tun, wenn ihm die Rechtsordnung hier ein durchschlagendes Leistungsverweigerungsrecht an die Hand gibt? Daher ist es ganz wichtig, die gesetzlichen Verjährungsbestimmungen zu kennen und sich gleichzeitig immer über die maßgeblichen tariflichen Ausschluss- und Verfallfristen zu informieren.

Die gesetzliche Verjährung verläuft nicht


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