Sexuelle Belästigung

 Information 

1. Allgemeines

Vor allem Frauen sind leider immer wieder Belästigungen sexueller Art am Arbeitsplatz ausgesetzt. Die Spannweite reicht von "anzüglichen" Bemerkungen bis zur sexuellen Nötigung oder Vergewaltigung.

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht gehalten, sexuellen Belästigungen seiner Beschäftigten entgegenzutreten und diese in Schutz zu nehmen.

Mit dem Beschäftigtenschutzgesetz (BeschSG) wurde 1994 eine eigene Rechtsgrundlage zum Schutz der Beschäftigten vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz geschaffen. Das BeschSG trat 2006 mit Einführung des AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) außer Kraft.

2. Begriffsbestimmung

§3 Abs. 4 AGG definiert den Begriff der sexuellen Belästigung umfassend: Eine sexuelle Belästigung ist demnach eine Benachteiligung in Bezug auf §2 Abs.1 Nr.1 bis 4 AGG, wenn ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird. Dies gilt insbesondere, wenn damit ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld


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