Daten sind in der digitalen Welt das A und O. Dennoch gehen recht viele Unternehmen mit diesen wertvollen Geschäftsinformationen recht sorglos um. Das zeigt der aktuelle Risikoreport des Cyber-Sicherheitsunternehmens McAfee.

Danach speichern vier Fünftel der Unternehmen sensible Daten in Public-Cloud-Diensten. Auch mangelt es einem Fünftel der Unternehmen an einem Überblick über die Daten, die in der Cloud abgelegt sind. Innerhalb von einem Jahr ist zudem der Anteil der Unternehmen um 5 Prozent (von 21 % auf 26 %) gestiegen, die nach eigenen Angaben in der Cloud sensible Daten speichern.

Die Cyber-Experten weisen darauf hin, dass lediglich 9 Prozent aller Cloud-Services in der Lage sind, gespeicherte Daten zu verschlüsseln. Im Klartext heißt dies: Der Mammutanteil (91 %) aller in Cloud-Services gespeicherten Daten wäre “während eines Sicherheitsvergehens nicht geschützt”.

Auch private Smartphones oder Laptops werden in dem Report als Sicherheitsrisiko identifiziert. Denn 79 Prozent der Unternehmen erlauben mit ihnen den Zugang zur Cloud. Bei einem Viertel der befragten Betriebe wurden bereits sensible Daten auf ein Privatgerät heruntergeladen. Das Problem dabei: “Diese Geräte tauchen nicht auf dem Radar der IT-Security auf”. Die Folge ist, so McAfee, eine Kontrolle, was mit den Daten geschieht, kann nicht erfolgen.

In der Studie wird darauf hingewiesen, dass der Vorteil der Cloud – Daten können schnell von X nach Y gesendet werden – rasch zu ihrem Nachteil gereichen kann. Dies sei dann der Fall, wenn Dateien mit sensiblem Inhalt über einen öffentlich zugänglichen Link geteilt werden. Das treffe auf ein Zehntel der Anwendungen zu.

Um die Risiken, die mit einer Speicherung von Daten in einer Cloud zusammenhängen können, weitgehend zu minimieren, empfiehlt Rajiv Gupta, Senior Vice President bei McAfee: “Um die Vorteile vollends ausschöpfen zu können, müssen Unternehmen für einen umfassenden Schutz aller Daten sorgen”. Dazu gehöre eine Sicherheitsarchitektur, die sowohl das lokale Netzwerk als auch private Geräte der Mitarbeiter und die Cloud selbst einbeziehe.

Last but not least erinnert der Manager die Unternehmen an ihre Verantwortung und ihre Sorgfaltspflicht gegenüber den Daten: Nicht die Provider müssten für die Datensicherheit verantwortlich zeichnen, sondern die Firmen selbst.

Weitere Informationen über die repräsentative Studie “Enterprise Supernova: The Data Dispersion Cloud Adoption and Risk Report” hat das Unternehmen auf seiner Webseite veröffentlicht.

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