Pflegekräfte und ihr enormes Arbeitspensum sind während der Pandemie in den Fokus der Gesellschaft gerückt. Solange sich die Arbeitsbedingungen nicht grundlegend verbessern, kann es bereits helfen, Ruhepausen einzuhalten und gut zu gestalten. Eine neue Broschüre zeigt, wie’s geht.

„Zu wenig Personal, viele Überstunden, Zeitdruck und aufwändige Schreibarbeiten sowie Fragen von Patienten und Angehörigen“, so umreißt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den Alltag vieler Pflegekräfte. Diese Situation führe dazu, dass viele Beschäftigte in der Alten- und Krankenpflege ihre Pausen ausfallen lassen, obwohl sie gesetzlich vorgeschrieben sind. Die Handlungshilfe „Pausen in der Pflege gut gestalten“ will Wege zu einer erfolgreichen Pausenorganisation im Pflegebereich aufzeigen. Zielgruppe sind Leitungskräfte, Verantwortliche für betriebliches Gesundheitsmanagement, betriebliche Interessenvertretungen und beruflich Pflegende.

Nach grundlegenden Informationen über die Wichtigkeit und den gesetzlichen Rahmen von Pausen folgen zahlreiche praktische Hinweise. So können Besserungen oftmals schon bewirkt werden, indem man Pausen neu organisiert. Die Autoren schlagen dafür ein vierphasiges Vorgehen mit den Schritten Planen, Ausführen, Überprüfen und Verbessern vor. Mit den Pausen sollte zudem generell nicht so lange gewartet werden, bis man schon erschöpft ist: „Sie werden besser vorausschauend eingeplant.“

Die Handlungshilfe enthält zudem Checklisten, etwa zu arbeitswissenschaftlichen Empfehlungen zum Pausenregime. Praxisbeispiele berichten von Fällen, in denen die Tipps erfolgreich umgesetzt wurden. Weitere Kapitel gehen darauf ein, wie man die eigene Erholung verbessern kann und welchen Einfluss Führungskräfte für die Regeneration ihrer Mitarbeitenden haben. Profitieren sollen übrigens nicht nur die derzeit Pflegenden. Gute Arbeitsbedingungen können auch die Chance auf pflegerischen Nachwuchs erhöhen, heißt es in der 50-seitigen BAuA-Broschüre weiter.

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