Führt das Arbeiten im Home-Office zum Fremdeln mit den Kollegen? Diese Möglichkeit wurde seit Beginn der Pandemie mal mehr, mal weniger diskutiert. Doch eine Studie der Kollaborationsplattform Slack zeigt das Gegenteil. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind sich der physischen Entfernung zum Trotz sogar näher gekommen – auch durch Einsatz von Emojis.

Emojis, die Piktogramme für die schnelle und spielerische Kommunikation, tragen demnach u.a. dazu bei, die Kommunikation weniger formell zu gestalten. Mehr als ein Drittel (36 %) der befragten Remote-Arbeitenden setzt in Chats oder E-Mails „immer oder oft“ auf Emojis.

Besonders beliebt ist das „Daumen hoch“-Piktogramm: Knapp die Hälfte der Befragten (45 %) wählt es gerne. Dicht auf folgt das Gesicht mit den Freudentränen (41 %) und auf Platz drei der Beliebtheit steht das errötende, lachende Gesicht (32 %).

Das Verwenden von Emojis sorgt aus der Perspektive der Nutzer für mehr Zusammenhalt mit den Kollegen im Home-Office. Auf diese neue Verbundenheit weisen 68 Prozent der Emoji-Nutzer hin.

Oliver Blüher, Deutschlandchef von Slack, erklärt, was die Emojis für die Home-Office-Arbeiter besonders macht: Die Piktogramme bieten „die Möglichkeit, uns schnell und klar auszudrücken – inklusive Spaßfaktor“. Emojis könnten in der Kommunikation helfen, „Nuancen besser wieder zu geben und Interaktionen einfühlsamer, authentischer und effizienter zu machen“.

Das Arbeiten im Home-Office wird von knapp drei Fünfteln (59 %) der befragten Beschäftigten in der Studie positiv bewertet: Sie möchten „nie wieder zur ‚alten Art‘ des Arbeitens zurückkehren“. Sie schätzen die flexiblere Zeiteinteilung (53 %), das individuelle Setzen von Pausen (43 %) oder die zusätzliche Zeit für die Familie (38 %). Für die Zukunft wünschen sich die Befragten „eine hybride Kombination aus Home-Office und Büroarbeit“.

„Diese neue Art des Arbeitens befreit uns von den Zwängen der Präsenzkultur, den persönlichen Meetings und dem täglichen Pendeln“, so Oliver Blüher und er fährt fort: „Wir haben jetzt die Chance, eine neue Arbeitswelt zu kreieren, die inklusiver, flexibler und produktiver ist als jemals zuvor.“

Das Arbeiten im Home-Office hat nach der Studie weder zu einer Vereinsamung noch zu einer Distanzierung zu den Kolleginnen und Kollegen geführt. Im Gegenteil: Der Kontakt zu den Kollegen hat sich intensiviert: 37 Prozent berichteten von „mehr Möglichkeiten zum Austausch über persönliche Interessen“. Auch das Kennenlernen der ganzen Familie – inklusive der Haustiere – wurde von rund 35 Prozent als positiv beschrieben. Ein knappes Drittel konstatiert übrigens, es sei einfacher im Home-Office über Persönliches zu reden.

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