Die Erkenntnis greift Raum, dass hierzulande der digitale Fortschritt allzu gemächlich voranschreitet. Es ist an der Zeit, einen Turbo zu zünden, der das Land bei der Digitalisierung in Richtung Zukunft katapultiert. Die Wünsche der Menschen gilt es von der Politik zu berücksichtigen. Die Initiative D21 erfragte bei Bürgerinnen und Bürgern deren digitalpolitische Erwartungen. Ganz oben an steht das Thema Weiterbildung und Qualifizierung für die digitale Welt.

Die Befragten priorisieren sehr deutlich: Die Mehrheit spricht sich für Weiterbildungen in Sachen Digitalisierung aus. Von den insgesamt sechs Generationen-Gruppen, in die das beauftragte Meinungsforschungsinstitut die Umfrageteilnehmer eingeordnet hat, wünschen sich fünf Gruppen mehr Wissen über die digitale Welt. Sie erwarten eine entsprechende Schul- und Hochschulbildung wie auch betriebliche Fortbildungen.

Auf den nächsten Plätzen finden sich die Themen Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie Verbraucherschutz. Es folgen danach Bereiche wie Regulierung sozialer Netzwerke, digitale Nachhaltigkeit oder digitale Gesundheitsleistungen.

Wie von den Befragten die einzelnen Themen gewichtet werden, hängt nach Angaben der Initiative D21 von der jeweiligen Lebensrealität ab. Die Erfahrungen der verschiedenen Generationen würden die verschiedenen digitalpolitischen Themen beeinflussen. In der vorgelegten Kurzexpertise „Digitalpolitik: Diese Themen dürfen aus Sicht der BürgerInnen in den Koalitionsverhandlungen nicht fehlen“ wird auf ein Muster bei den Antworten hingewiesen. Danach wünschen sich digital souveräne Gruppen mehr Befähigung und weniger digital affine Menschen wünschen mehr Schutz.

Ein detaillierter Blick auf die Antworten verdeutlicht die existierenden Unterschiede in der digitalen Infrastruktur. Noch immer gibt es, so die Initiative D21, Regionen hierzulande, in denen die Internetbandbreite und das mobile Internet nicht ausreichen oder kaum vorhanden sind. Da wundert es wenig, dass das Thema Ausbau der digitalen Infrastruktur besonders in den ländlichen Räumen der neuen Bundesländer die Prioritätenliste anführt.

Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21, sieht die Notwendigkeit für vorausschauende Digitalpolitik und plädiert für langfristiges und strategisches Vorgehen der Politik. Aus ihrer Perspektive ist es Aufgabe der Politik, „strategisch nach vorne zu planen und schon heute die wichtigen digitalen Themen von morgen zu gestalten“.

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