Wie schnell sich neu eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz zurechtfinden, hängt wesentlich von der Einarbeitung ab. Nach einer aktuellen Umfrage von Softgarden E-Recruiting verabschieden sich immer mehr Beschäftigte während der ersten einhundert Arbeitstage von ihrem Arbeitgeber.

Aktuell liegt der Anteil der Neuen, die schon einmal in den ersten einhundert Tagen gekündigt haben, bei 17,8 Prozent. Vor sechs Jahren betrug dieser Anteil gerade einmal 11,6 Prozent. „Das Onboarding wird also zunehmend zur Zitterpartie für Arbeitgeber“, kommentiert Softgarden diese Entwicklung. Warum das so ist, wird zum einen mit den breiteren Wahlmöglichkeiten der Mitarbeitenden im Vergleich zur Vergangenheit erklärt. Zum anderen liegt es an Auseinanderklaffen von dem, was im Recruitingprozess beschrieben wurde, und der Realität, die sich nach Unterschrift unter den Arbeitsvertrag bietet.

Insbesondere das Verhalten vieler Vorgesetzter wird von den Befragten kritisiert. Die neu Eingestellten rechnen zu 92,3 Prozent damit, dass die Vorgesetzten ihre eigenen Erwartungen deutlich formulieren, doch gerade einmal 59,3 Prozent der Chefinnen und Chefs informieren die Einsteiger entsprechend. Nicht zufrieden sind die Neuen auch mit den Rückmeldungen, die sie selbst erhalten: Ein Feedback für ihre Arbeit wünschen sich 90,3 Prozent der Neustarter, aber nur 50,3 Prozent erhalten eines.

So unzufrieden viele Frauen und Männer mit dem analogen Onboarding sind, so positiv wird das virtuelle Onboarding bewertet. Insgesamt 53,6 Prozent der Befragten beurteilen die virtuelle Einarbeitung als gleichwertig zu der klassischen Einarbeitung; 16,5 Prozent geben sogar an, die digitale Einarbeitung sei besser.

Viele der Befragten wurden in den ersten einhundert Tagen alleingelassen. Einer berichtete, dass er Schreibtisch und Bürostuhl selbst montieren musste. Dabei ist die Onboarding-Phase entscheidend, ob der Mitarbeitende dauerhaft gewonnen werden kann. Mathias Heese, Geschäftsführer von Softgarden, erinnert daran, dass Unternehmen, die im Onboarding nicht überzeugen, „erneut Zeit und Kosten für das Recruiting der gleichen Stelle“ aufwenden müssen.

Das Whitepaper zur repräsentativen Bewerber-Umfrage kann im Internet abgerufen werden.

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