Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klaffen oft Welten. Davon berichten auch Fachkräfte: Gleichen sie ihre eigene Zufriedenheit am Arbeitsplatz mit den Kriterien ab, die ihnen selbst sehr wichtig im Arbeitsverhältnis sind, tun sich Lücken auf – mit Folgen für die Arbeitgeber. Diese Differenzen führen dazu, den Arbeitsplatz zu wechseln. Das spiegelt eine Studie der Webseite meinestadt wider. 

Wie eng die Bindung von Fachkräften an das Unternehmen ist, in dem sie beschäftigt sind, hängt maßgeblich davon ab, wie gering die Unterschiede zwischen den selbst gesteckten Kriterien und der eigenen Zufriedenheit ist.

Nach dieser Studie sind den Befragten folgende drei Kriterien für die Mitarbeiterbindung sehr wichtig: Das Verhalten der Vorgesetzten und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben benennen jeweils 71,3 Prozent, dicht auf folgt das Gehalt mit 66,9 Prozent.

Ein Blick auf die Angaben, wie zufrieden die Fachkräfte tatsächlich in der Arbeitsrealität mit diesen Kriterien sind, könnte die Arbeitgeber nachdenklich werden lassen. Denn die Schere, die zwischen „sehr wichtig“ einerseits und „sehr zufrieden“ andererseits ist, geht weit auseinander.

Sehr zufrieden im Alltag mit ihrer Work-Life-Balance sind lediglich 42,5 Prozent, mit der Zufriedenheit in Sachen Vorgesetztenverhalten sieht es noch schlechter aus (34,6 %) und schier unüberbrückbar ist der Weg zwischen „sehr wichtig“ und „sehr zufrieden“ beim Gehalt: Nur 19,9 Prozent sind sehr zufrieden.

Die Ergebnisse der Studie, veröffentlicht auf der Webseite Human Resources Manager, legen nahe, dass Fachkräfte „nicht das Unternehmen, sondern ihre Vorgesetzten“ verlassen. Empfohlen wird den Arbeitgebern, das Thema Mitarbeiterbindung ernst zu nehmen und ihre Faktoren für die Mitarbeiterbindung zu überprüfen.

Gegen die nächste Fluktuationswelle könnten sich die Unternehmen wappnen, indem sie beispielsweise verstärkt auf Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen setzten. Diese könnten dabei helfen, den Fachkräftemangel abzumildern. Hingewiesen wird auch auf „die Ansprache von latent suchenden Fachkräften“. Beinahe die Hälfte der Fachkräfte sei inzwischen für Angebote vom Markt offen.

An der repräsentativen Studie „Wechseln oder bleiben?“ haben sich 2.000 Fachkräfte mit Berufsausbildung beteiligt. Durchgeführt wurde die Studie von dem Institut Respondi.

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