77 Prozent der Deutschen befürworten einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung aus einem Katalog von Angeboten, den die Arbeitgeber vorlegen. 63 Prozent sind zudem für verpflichtende jährliche Weiterbildungen für Arbeitnehmende in Berufen, die besonders vom Strukturwandel betroffen sind.

Das geht aus dem repräsentativen Bildungsbarometer des ifo-Instituts hervor, für das mehr als 4.000 Personen befragt wurden. Grundsätzlich zeigt sich darin der hohe Stellenwert, den die Weiterbildung bei den Deutschen genießt, aber auch der Wunsch nach Reformen. 76 Prozent der Befragten sprechen sich beispielsweise dafür aus, ein Weiterbildungssystem mit einheitlichen Zertifikaten und vergleichbaren Abschlussprüfungen – ähnlich wie im Ausbildungssystem – einzuführen. Auch eine Ausweitung von staatlichen Informationskampagnen wie dem Versand von Informationsbroschüren zum Thema Weiterbildung halten 64 Prozent für eine gute Idee.

Förderung gewünscht

Dass Weiterbildung nötig ist, scheint den meisten bewusst zu sein – auch wenn sie dabei eher andere als sich selbst in der Pflicht sehen. So sind zwar 54 Prozent der Überzeugung, dass es durch den Strukturwandel mehr Verlierer als Gewinner gibt. Allerdings sehen sich lediglich 27 Prozent auf der Verliererseite. Unabhängig davon halten 72 Prozent berufliche Weiterbildungen für gute Maßnahmen, um mit dem Strukturwandel Schritt zu halten. Deutliche Zustimmung zeigte sich für die staatliche Förderung von Betrieben, die Weiterbildungen ermöglichen, sowie für Ausbildungsprämien und Weiterbildungsstipendien.

Wenig überraschend ist, dass digitale Kompetenzen von einer relativen Mehrheit für die wichtigste Fähigkeit gehalten wird, um dem Strukturwandel zu begegnen. Auch im Schulbereich wird die Vermittlung von digitalen Grundfähigkeiten an Grund- und weiterführenden Schulen mehrheitlich befürwortet.

Die vollständigen Ergebnisse finden sich in Pdf-Form auf der Seite des Ifo-Instituts.

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