Führung ist Führung? Mitnichten. Führung im digitalen Zeitalter wird nicht qua Position ausgeübt wie im letzten Jahrhundert, sondern zeichnet sich aus durch hohe soziale und emotionale Kompetenz, die den einzelnen Mitarbeitenden in seiner Individualität akzeptiert und anspricht. Das ICG und der EVW setzen sich in einem Leitfaden mit den Anforderungen auseinander, die das digitale Zeitalter an Führungskräfte stellt.

Die Arbeitsweise hat sich in vielen Unternehmen durch die Covid-19-Pandemie rasant verändert und scheint eher nicht umkehrbar zu sein: Die Beschäftigten sind agiler, flexibler, auch selbstbewusster geworden. Das fordert aus Sicht des Instituts für Corporate Governance (ICG) und des Ethikverbands der Deutschen Wirtschaft (EVW) „eine unternehmenskulturorientierte Führung (Leadership)“.

Digital Leadership zeichnet sich für die Autorinnen und Autoren dadurch aus, dass geführt wird „durch Anerkennung und Vorbildcharakter“ und nicht durch Macht. Führung im digitalen Zeitalter bedeute, die Mitarbeitenden nicht als Objekt zu sehen, sondern als „respektiertes Subjekt“.

Dazu gehöre es, „Führung nicht auf ein eindimensionales Element zwischen einer Führungsperson und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu begrenzen, sondern die Unternehmenskultur in ihrer Gesamtheit als wesentlichen Bestandteil eines zukunftsfähigen Führungsstils anzuerkennen“.

Digital Leadership kann – so der Leitfaden – Veränderungen frühzeitig aufnehmen, agiles Arbeiten ermöglichen und verschiedene Lösungskonzepte anbieten. Damit die digitale Führung ihre Stärken leben kann, braucht es eine „Unternehmenskultur, die von Vertrauen getragen wird“ und begleitet wird von einer transparenten, internen Kommunikation.

Der Leitfaden „Digital Leadership – Führen im digitalen Zeitalter“ fokussiert die Unternehmenskultur genauso wie beispielsweise die Innovationsfähigkeit, Recruiting oder Onboarding und enthält neben Best-Practice-Beispielen auch Vorschläge für das Fördern der innerbetrieblichen Innovation oder verweist auf die Bedeutung eine betrieblichen Gesundheitsmanagements.

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